Stellen wir uns ein Abendessen in einem exklusiven, mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant vor. Die Atmosphäre ist perfekt, und auf den Tisch kommt ein herausragender Gang des Degustationsmenüs. Kommt jedoch der Moment der Weinauswahl, erhält der Gast eine gewichtige, hundertseitige Weinkarte, und der Chefsommelier ist in diesem Augenblick an einem anderen Tisch beschäftigt. Aus Furcht vor einem Fehlgriff oder schlicht aus Zeitmangel verzichtet der Kunde darauf, seltene Jahrgänge zu erkunden, und wählt eine sichere, gut bekannte und oft günstigere Position. Aus geschäftlicher Sicht ist das ein klassisches Beispiel für eine verpasste Upselling-Chance, die unmittelbar die Rentabilität des Hauses trifft.

Eine umfangreiche Weinkarte und Fachterminologie können Gäste einschüchtern, die kein önologisches Expertenwissen besitzen. Eine in einem Fine-Dining-Restaurant durchgeführte Untersuchung zeigte, dass verständliche Beschreibungen und Empfehlungen zur Verbindung von Wein und Speise die Entscheidung erleichterten und den Verkauf begünstigten. Für Gastronomen wird es damit zur Herausforderung, Expertenwissen so anzubieten, dass es die Privatsphäre der Gäste nicht verletzt, sie nicht zum Warten auf Bedienung zwingt und keine zusätzlichen mobilen Anwendungen verlangt.

Quelle: S. Sheridan, M. Dressler, "Enhancing Restaurant Profits via Strategic Wine Sales", Businesses 2025.

Ein unsichtbarer Fachmann, in Materie gebannt

Die Lösung dieser Herausforderung besteht darin, die Materie des Restaurants selbst durch die kontextuellen physischen Schnittstellen von Odoardo Soul™ zu beleben. Diese Technik verwandelt einen gewöhnlichen Eichentisch in einen diskreten, privaten Sommelier, der über das Wissen der Weinkarte verfügt, die das Restaurant übergeben hat. Entscheidend für die Wahrung der Ästhetik des Quiet Luxury: Das System lässt sich auf drei ganz verschiedene Arten umsetzen, von denen keine entstellende Bildschirme verlangt:

  • Der handwerkliche Würfel: Auf dem Tisch ruht ein minimalistisches Artefakt aus massiver Eiche mit 5 oder 10 Zentimetern Kantenlänge und dient als elegantes Detail.
  • Der in die Platte integrierte Würfel: Der Körper des Geräts wird in die Tischfläche eingelassen und bildet mit ihr eine Ebene – unter den Fingern spürbar, aber nicht auffällig.
  • Vollständige Unsichtbarkeit: Der Mikrochip und die zugehörigen Kommunikationsmodule werden direkt in das Holz unter der Platte eingebaut. Der Gast sieht ausschließlich reine, edle Eiche – die Technik verschwindet buchstäblich, und die Schnittstelle wird das Möbel selbst.

Unabhängig von der gewählten Form bleibt die Mechanik gleichermaßen fließend. Es genügt, dass der Kunde sein eigenes Smartphone an den Würfel hält (oder an einen festgelegten, diskreten Punkt auf der Tischplatte). Dieser feine Impuls weckt augenblicklich die künstliche Intelligenz. Das System kennt die Speise- und Weinkarte, die das Restaurant übergeben hat, fragt nach den Vorlieben des Gastes und erzählt in natürlicher Sprache – über das Telefon des Kunden – von den im Keller verborgenen Jahrgängen und rät geschmeidig zum idealen Food Pairing für das eben bestellte Wagyu-Steak.

Diskretes Upselling und wachsende Rentabilität

Restaurants innerhalb von Fünf-Sterne-Hotels kämpfen häufig um die Optimierung der Kennzahl TRevPAR (Total Revenue Per Available Room). Ein belebter Tisch unterstützt diese Bestrebungen spürbar. Ein Gast, der die Geschichte eines Jahrgangs kennt, entscheidet bewusst statt aufs Geratewohl – und das genügt gewöhnlich, um zu einer Position zu greifen, die er sonst nicht gewählt hätte. Es geht nicht ums Überreden, sondern darum, dass man ohne diese Information das wählt, was man bereits kennt.

Die Innovation von Odoardo Soul™ in einen Gastraum einzuführen fügt sich hervorragend zu den übrigen Elementen des Luxus-Ökosystems. Den Eindruck eines Abends im Fine Dining vollendet rotierende Kunst von Odoardo Art™, die in Eichenrahmen an den Wänden des Hauses hängt – die Rolle solcher Dekoration beschreibt der Text Kunst in Fine-Dining-Restaurants. Findet das Abendessen in größerer Runde statt oder ist es ein Geschäftstreffen, können auf dem Tisch liegende Luxuskarten von Odoardo Alibi™ ein ausgezeichneter Anlass sein, beim Dessert auf eine tiefere Gesprächsebene zu wechseln, worüber wir im Beitrag Corporate Gifting mit Klasse schreiben.

Damit digitale und physische Innovationen voll für die Marke eines Restaurants arbeiten, muss sein organisches Bild im Netz kompromisslos sein. Einem eigenen Kanal neben externen Aggregatoren dient eine Adresse aus dem Portfolio von Odoardo Space™, die niemand sonst nutzen wird – die Argumentation entfaltet der Text Das Direct-to-Consumer-Modell (D2C) für Dienstleistungen. Der bemerkenswerte Eindruck wiederum, den das Wecken des Tisches mit dem Smartphone hinterlässt, verleitet Gäste oft dazu, Videos aufzunehmen. Dank des Kinostandards und der virtuellen Regie von Odoardo Lens™ lässt sich diese amateurhafte Begeisterung in Curated Guest Content (CGC) verwandeln, der zur natürlichen Visitenkarte des Hauses wird – aber der Gast entscheidet, ob sie überhaupt das Licht der Welt erblickt.

„In einem Restaurant kann es einen Sommelier und über ein Dutzend Tische geben. Das lässt sich kaum durch die Einstellung einer weiteren Person lösen, wohl aber so, dass ein Gast, der gerade etwas fragen möchte, sofort jemanden zum Fragen hat. Die übrige Zeit bleibt die Tischplatte eine Tischplatte.“

dr hab. inż. Marcin Jamro

Einen Raum im Fine Dining zu beleben kommt den Bedürfnissen eines Kunden entgegen, der Wahlfreiheit, Privatsphäre und eine fesselnde Geschichte sucht. Der im massiven Holz verborgene unsichtbare Sommelier löst ein prosaisches Problem: Ein Gast mit einer Frage zum Wein muss nicht warten, bis jemand an den Tisch tritt.

Restaurants und Hotels, die konsequent an einem solchen Erlebnis arbeiten, sammeln wir in der Odoardo™-Forschung. Den Grundsatz, dass Wissen auf die Frage warten soll, beschreibt das Odoardo™-Manifest.