Einen Palast, eine Burg oder ein historisches Bürgerhaus für ein Luxushotel herzurichten ist eine architektonische und geschäftliche Herausforderung höchster Güte. Investoren stellen mit ungewöhnlicher Sorgfalt Stuck wieder her, bewahren Eichenparkett und bringen Antiquitäten herbei, um den Geist vergangener Epochen wiederzugeben. Doch in dem Augenblick, in dem der zeitgemäße Gästedienst diesen vollkommen wiederbelebten Raum betritt, kommt es nicht selten zu einem brutalen Misston. Ein Tablet aus Kunststoff, ein Gewirr von Stromkabeln oder grelle Aufkleber mit QR-Codes auf einem Mahagonischreibtisch des 19. Jahrhunderts zerstören augenblicklich die Täuschung einer Reise durch die Zeit. Der Zusammenstoß des Erbes mit sichtbarer Elektronik ist eines der größten Probleme der Hospitality-Branche im Bereich historischer Häuser.

Bildlicher Missklang und der Verlust des Ansehens

Ein anspruchsvoller High-End-Kunde erwartet einen unsichtbaren, geräuschlosen Dienst. Zwingt ihn die Umgebung zum Umgang mit unschönen Bildschirmen, zerstreut sich der Zauber des Ortes unwiederbringlich. Dieses Problem überträgt sich sogleich in die digitale Welt. Von der Architektur begeisterte Besucher greifen gern zum Smartphone, doch die Anwesenheit zeitgenössischer „Störer“ im Bild verdirbt oft die Komposition. Im Ergebnis entsteht laienhafter User-Generated Content (UGC), der das wirkliche Ansehen der wiederhergestellten Innenräume nicht wiedergibt. Diese Erscheinung und ihre Folgen für die Marke untersucht ausführlich die Veröffentlichung Curated Guest Content (CGC).

Sehen mögliche Kunden im Netz einen historischen Palast, dessen Reiz allgegenwärtige digitale Spielereien und wacklige Einstellungen verderben, sinkt ihre Bereitschaft, für eine Übernachtung einen hohen Preis zu zahlen. Wie entscheidend es ist, ein makelloses Bild im Netz zu wahren, um die Rentabilität zu schützen, rufen wir im Artikel Den ADR verteidigen in Erinnerung. Historische Häuser brauchen eine Technik, die vollständig zu verschwinden vermag.

Stille Assistenz und die Rückkehr zur edlen Materie

Die Lösung dieser ästhetischen Sackgasse ist, den Luxus neu zu bestimmen, auf der Grundlage edlen Handwerks. Statt Kunststoff und Bildschirme in die Suiten zu bringen, können Hotels ihren Gästen Gegenstände anbieten, die sich naturgemäß in die historische Architektur einfügen. Die Grundlage eines solchen Zugangs ist die Einführung des Kinostandards, gestützt auf die unsichtbare Architektur von Odoardo Lens™.

Der Gast findet im Zimmer kein elektronisches Gerät, sondern eine schöne, aus durchgefärbtem schwarzem Papier gefertigte Willkommenskarte. Ihre Oberfläche ziert eine reizvolle, dreidimensionale Vergoldung, die mit den Einzelheiten des Palastes vollkommen zusammenklingt. Woraus die Karte selbst gefertigt ist, beschreibt der Text Das Gasterlebnis gestalten. Die wirkliche Neuerung ist jedoch im Inneren verborgen – ein in das Papier eingebundener Mikrochip ist ein diskretes Tor zur digitalen Welt. Die Annäherung des Telefons an die Karte weckt einen virtuellen Regisseur und beseitigt die Notwendigkeit, irgendeine Software zu installieren, was wir im Artikel Technik ohne Barrieren vertiefen.

Inszenierte Erinnerungen und die Betriebsmarge

Die Oberfläche des virtuellen Regisseurs stört die Ruhe des Gastes nicht. Sie schlägt vielmehr vor, von wo aus der Stuck, das Fresko oder der Palastgarten am besten zu fassen ist – also das, was man allein nicht sogleich im Bild sieht. Dieses Werkzeug verwirklicht zugleich unaufdringliches Upselling und lädt zu Besuchen in historischen Weinkellern oder in der Wellness-Zone ein. Die Software in der Cloud stabilisiert die Aufnahme und legt ein kinohaftes Color Grading auf und erzeugt Curated Guest Content (CGC), der ein jahrhundertealtes Erbe würdig vertritt. Das Material bleibt unter der Herrschaft des Gastes, und die Marke veröffentlicht es ausschließlich mit seiner Zustimmung.

Teilt der Gast solches Material mit Bekannten, trägt es noch eine Sache in sich: eine in den Abspieler eingebaute Schaltfläche, die es erlaubt, einen Aufenthalt zu buchen, ohne die Videopostkarte zu verlassen. Dieser diskrete Pfad erzeugt Direct Booking und erlaubt dem Haus, den Wert der Buchung zu behalten, den gewöhnlich die OTA-Provision verschlingt. Das schlägt sich in der Kennzahl Gross Operating Profit Per Available Room (GOPPAR) nieder und in historischen Häusern in einer schnelleren Rückkehr der kostspieligen Erneuerung. Eine genaue Fassung dieser Vorteile findet sich im Material Direktbuchungen in Premium-Hotels.

Ein ganzheitliches Ökosystem im Dienst des Erbes

Die Einbindung in die Welt des Quiet Luxury beschränkt sich nicht allein auf Karten. Um einen historischen Raum vollständig von unpassender Elektronik zu befreien, können die Leitungen zur belebten Materie greifen, die Odoardo Soul™ anbietet. Der Einsatz zurückhaltender, in massive Eiche eingebauter Lösungen erlaubt die Verständigung mit dem Personal und das Bestellen von Leistungen ohne eine einzige Taste, was der Text Diskrete KI in historischen Hotels und Palästen genau beschreibt.

Um die rechte Stimmung für Gespräche in Palastbibliotheken sorgen die Werkzeuge von Odoardo Alibi™, die einen Grund geben, ein schwierigeres Thema zu beginnen, und schwer zu gestaltende Flure können durch wechselnde Werke von Odoardo Art™ neues Leben gewinnen – wie das ohne Bohren in historische Wände gelingt, zeigt der Text Metamorphose eines Interieurs ohne Renovierung. Die Krönung einer stimmigen Marke ist ihre Adresse im Netz: Eine ausdrucksvolle Adresse aus dem Bestand von Odoardo Space™, einem Haus vorbehalten, rundet sein Ansehen auch im Netz ab.

Den Kern der Einführung zeitgemäßer Systeme in historischen Mauern fasst der Schöpfer des Odoardo™-Ökosystems:

„Die Ehrerbietung gegenüber historischer Architektur ist das Schaffen einer Technik, die vollständig zu verschwinden vermag. Wirkliche Neuerung in Palasträumen strahlt kein künstliches Licht aus und verlangt keine Kabel – sie verbirgt sich in edler Materie und erwacht nur auf den ausdrücklichen Wunsch des Gastes zum Leben, um die Rentabilität und die Erhabenheit des Ortes zurückhaltend zu schützen.“

dr hab. inż. Marcin Jamro

Die Verbindung von schwarzem Papier mit haptischer Vergoldung wird in einem historischen Haus zu mehr als einer Informationskarte. Sie ist der Beweis, dass der Gästedienst im 21. Jahrhundert in einem historischen Zimmer kein einziges Kabel hinterlassen muss.

In solchen Innenräumen hat die Technik eine Aufgabe: keine Spur zu hinterlassen.