Stellen wir uns eindrucksvolle Investitionen in Millionenhöhe in Boutique-Wellness-Zonen und eigene gastronomische Konzepte vor. Trotz eines Handwerks höchster Güte und edler Werkstoffe bemerkt die Leitung ein gewisses Paradox des Marktes. Die besuchenden Gäste fotografieren und filmen sich am häufigsten im … Hotelaufzug oder am großen Spiegel in der Haupthalle. Aus Sicht des harten Geschäfts erzeugen diese am häufigsten im Netz festgehaltenen Orte genau null Marge. Unterdessen bleiben die Räume, die den Gewinn des Hauses wirklich antreiben – Fine-Dining-Restaurants oder erlesene Spa-Kabinen – nicht selten im digitalen Schatten. Warum geschieht das? Meist liegt der Grund darin, dass diese Zonen nicht strategisch auf die Ästhetik der Smartphone-Linse hin geplant wurden.
Verborgene Gewinne kartieren und erkennen
Zu verstehen, wo ein Gast von selbst zum Telefon greift, ist der erste Schritt, diesen Ort zu erschließen. In der Hospitality-Branche liegen die höchsten Margen in den Zusatzleistungen, nicht in der Übernachtung selbst. Das Problem ist, dass laienhafter User-Generated Content (UGC) in einer schlecht ausgeleuchteten Massagekabine oder in einem Restaurant mit unpassend gestaltetem Hintergrund gewöhnlich unschön aussieht. Ein wohlhabender Kunde verzichtet darauf, solches Material zu teilen, aus Sorge um das eigene Bild im Netz. Wie zerstörerisch unvollkommene Einstellungen auf das Ansehen einer Marke wirken, rufen wir im Artikel Curated Guest Content (CGC) in Erinnerung.
Um unaufdringliches Upselling anzuregen, muss man im Haus zuerst die sogenannten „goldenen Zonen“ erkennen – Orte, an denen Ästhetik natürlich auf eine Leistung mit hoher Marge trifft. Eine passende Regie des Lichts, die Wahl der Texturen und das Hervorheben der Schlüsselpunkte des Raumes haben die Aussicht, Gäste zum Festhalten eben dieser Bereiche zu bewegen. Die Wirkung ist einfach: Die Einstellungen entstehen dort, wo das Hotel tatsächlich verdient, und nicht am Aufzug.
Die Szenografie der Rentabilität in Gastronomie und Wellness
Gestaltung für die Linse bedeutet nicht, ein Hotel in ein schrilles Fotostudio zu verwandeln. In der Philosophie des Quiet Luxury ist gerade die Zurückhaltung der höchste Wert. In den F&B-Zonen (Food & Beverage) lohnt es sich, für ein genaues, punktuelles Licht über den Tischen zu sorgen, das die Struktur der servierten Speisen herausholt und den Hintergrund in einem eleganten, kinohaften Halbdunkel belässt. Eine leere Wand hinter dem Tisch ist vergeudetes Vermögen – sie mit einer wechselnden, autorisierten Sammlung in Zusammenarbeit mit Odoardo Art™ zu verbinden, baut einen tiefen und reizvollen Hintergrund für Aufnahmen. Den vollen Zusammenhang zwischen Ausstattung und Zuwendung des Kunden erörtert der Text Kunst in Fine-Dining-Restaurants.
Die Ästhetik allein ist jedoch nicht alles. Damit ein Gast tatsächlich das Servieren des Weins oder die Einzelheiten einer Spa-Anwendung filmt, muss man ihm ein Drehbuch geben. Mit der Einführung des Kinostandards bringen die Verantwortlichen diskrete, haptische Anker in den Raum – etwa auf Beistelltischen aus Eiche oder an der Wellness-Rezeption. Diese Elemente sind vollständig in die Infrastruktur von Odoardo Lens™ eingebunden.
Die Annäherung des Telefons an einen solchen Anker weckt einen virtuellen Regisseur. Der Gast muss sich keine Einstellungen ausdenken; das System schlägt ihm vor, den Strahl des eingeschenkten Weins oder den Dampf über der Thermalzone einzufangen. Die Algorithmen in der Cloud übernehmen die Rolle des Cutters, stabilisieren das Material und legen ein kinohaftes Color Grading darüber. Der so entstandene Curated Guest Content (CGC) gibt das volle Ansehen der Leistung wieder und bleibt unter der Herrschaft des Gastes – die Marke veröffentlicht ihn ausschließlich mit seiner Zustimmung.
Vom Teilen zur Buchung ohne Provision
Die Regie der bildlichen Seite eines Aufenthalts schlägt sich sehr greifbar in der Rechnung nieder. Die fertige Videopostkarte, eingebettet in einen eigens gefertigten Abspieler, gelangt noch vor der Abreise des Gastes in die sozialen Medien. Dort befindet sich eine ästhetische, eingelassene Schaltfläche. Die Bekannten eines wohlhabenden Gastes, angeregt von seinem Bericht aus einem vollkommenen Spa, können mit einem Klick die Verfügbarkeit des Hauses prüfen und die Buchung abschließen.
Diese genau gestaltete Kette von Ereignissen leitet Direct Booking ein. Das Hotel umgeht damit die globalen OTA-Vermittler und behält den ganzen Wert der Buchung bei sich. Jede solche unmittelbare Umwandlung hebt den Gross Operating Profit Per Available Room (GOPPAR). Warum das für die langfristige Stellung einer Luxusmarke so wesentlich ist, erklärt der Artikel Direktbuchungen in Premium-Hotels. Den Einfluss des Umgehens der Vermittler auf den Gewinn aus jeder zusätzlichen Übernachtung vertieft auch das Material GOPPAR vs RevPAR.
Kluge Architektur der Erfahrungen
Das Entwerfen einträglicher Räume zwingt zu ganzheitlichem Denken über die Umgebung. Damit ein Gast nicht aus der High-End-Stimmung gerissen wird, muss man ihn vor dem bildlichen Rauschen der Elektronik schützen. Indem es in Suiten und Ruhezonen belebte Eichen-Oberflächen aus der Reihe Odoardo Soul™ einführt, beseitigt ein Hotel die Notwendigkeit von Bildschirmen aus Kunststoff – das beschreibt der Text Gestaltung von Ruhezonen ohne visuelles Rauschen. Klubräume lassen sich mit Werkzeugen ausstatten, die zu längeren Gesprächen anregen, unter Einsatz von Odoardo Alibi™, wovon wir im Material Die Ruhezone im Luxushotel und Spa schreiben. Auf der digitalen Ebene bewirkt eine ausdrucksvolle Adresse aus dem Bestand von Odoardo Space™, die man mit niemandem teilt, dass die in das Bild gesteckte Arbeit eine eigene Adresse hat, unter der kein Aggregator auftritt.
Wie fließend Materie und Technik einander durchdringen sollten, sagt der Schöpfer des Odoardo™-Ökosystems geradeheraus:
„Die Architektur des Luxus ist dort, wo ein Raum kein Schild mit einer Anleitung mehr braucht, weil er selbst verrät, von wo man ihn ansehen soll.“
Die Gestaltung der einträglichsten Zonen ist keine Frage der Ästhetik, sondern der Rechnung. Sehen das Restaurant und die Wellness-Zone im Bild so gut aus wie in der Wirklichkeit, hat der Gast einen Grund, sie zu zeigen – und das Hotel hat daraus eine Buchung.
Die Zonen, die am häufigsten ins Bild geraten, stellen wir in den Untersuchungen von Odoardo™ zusammen.
Odoardo Soul™
Odoardo Alibi™
Odoardo Art™
Odoardo Space™